Das Kaliber 6.5 Creedmoor wurde 2007 von Dave Emary von Hornady in Zusammenarbeit mit Dennis DeMille entwickelt. Ursprünglich mit dem Ziel konzipiert, Langstreckenschützen eine leistungsstarke und gleichzeitig einfach zu handhabende Patrone zur Verfügung zu stellen, revolutionierte die 6.5 Creedmoor schnell die Präzisionsschützen-Szene. Sie basiert auf der .30 TC als Mutterhülse, die wiederum auf der .308 Winchester gründet, jedoch mit einer stärkeren Taillierung. Besonders an diesem Kaliber ist die Patronenhülse, die vergleichsweise niedrigen Gasdruck zulässt und ein effizientes Verhältnis zwischen Brennraum und Geschosslänge bietet. Die Namensgebung „Creedmoor“ ist eine Anlehnung an den berühmten Schießstand in den USA und steht heute sinnbildlich für Präzision auf praktisch Distanzen bis 1000 Meter und darüber hinaus.
In der praktischen Anwendung erfreut sich das 6.5 Creedmoor-Kaliber besonderer Beliebtheit bei Sportschützen und Jägern gleichermaßen. Präzisionsschützen schätzen besonders die günstigen ballistischen Eigenschaften wie eine flachere Flugbahn, geringe Windabdrift und das insgesamt angenehme Rückstoßverhalten. Dadurch eignet es sich hervorragend für anspruchsvolle Disziplinen wie F-Class, PRS (Precision Rifle Series) und Long-Range-Matches. Im jagdlichen Bereich hat die Patrone in den letzten Jahren enorm an Popularität gewonnen. Sie bietet eine ausgezeichnete Energieabgabe auf Wild auf mittleren und weiteren Distanzen und überzeugt Jäger nicht nur durch ihre Präzision, sondern auch durch die hohe Effektivität und geringe Wildbretzerstörung in der passenden Geschosswahl.
Für Jäger ist das Kaliber 6.5 Creedmoor auf eine Vielzahl von Wildarten einsetzbar. Typische Anwendungsbereiche umfassen die Jagd auf Rehwild, Gams, Schwarzwild sowie das amerikanische Weißwedel- und Maultierhirsch. In Skandinavien wird die Patrone auch gerne auf Bock und Dachs eingesetzt und bewährt sich bei Kombinationen von Pirsch- und Ansitzjagd. Besonders das optimale Verhältnis von Durchschlagskraft zu Wildbret schonender Wirkung spricht viele Jäger an. Voraussetzung hierfür ist selbstverständlich eine passende Geschosskonstruktion, beispielsweise Deformations- oder Teilmantelgeschosse, die für das jeweilige Wild geeignet sind. Dank der hervorragenden Eigenpräzision der 6.5 Creedmoor können verantwortungsbewusste Abschüsse auch auf größere Entfernungen durchgeführt werden, sofern das persönliche und technische Leistungsvermögen es zulassen.
Die typischen Geschossgewichte für das Kaliber 6.5 Creedmoor liegen zwischen 120 und 147 Grain. Für jagdliche Anwendungen werden häufig Geschossgewichte um 130 bis 143 Grain bevorzugt, die ein gutes Verhältnis aus Zielballistik und Flugstabilität bieten. Im sportlichen Bereich, besonders beim Long-Range-Schießen, sind schwerere Geschosse mit hohem BC (Ballistischen Koeffizienten) populär, da sie weniger anfällig für Winddrift sind und auch auf größere Entfernungen Energie liefern. Die Patrone weist einen moderaten Hülseninhalt und eine relativ steile Schulter auf, was präzises Wiederladen erleichtert. Das 6.5 mm Geschoss kalibriert (Durchmesser etwa 6,7 mm) ist bekannt für seine hohe aerodynamische Effizienz, was es besonders für Wiederlader attraktiv macht, die Wert auf Wiederholgenauigkeit und Ballistikoptimierung legen. Auch die breite Auswahl an bewährten Jagd- und Matchgeschossen macht das Kaliber äußerst vielseitig und beliebt innerhalb der Wiederlader-Community.
Passende Pulver
Bullet Weight (gr) -> | 0-50 | 50-75 | 75-100 | 100-150 | 150-200 | 200-300 | >300 |
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Die folgende Tabelle gibt an, für welches Kaliber und Geschossgewicht (in Grain) das Pulver geeignet (👍) und in unserer Wiederlade-Community beliebt (👍👍) ist. Dies kann sich ändern, wenn mehr Community-Mitglieder ihre Ladungen teilen und wir mehr Berechnungen und Tests mit unserem Ballistikrechner durchführen.
6.5 Creedmoor Ladedaten sind für folgende Geschosse verfügbar:
beliebteste zuerst














