Die .22-250 Remington ist ein weitverbreitetes Gewehrkaliber, das sich besonders bei Schützen und Munitionswiederladern großer Beliebtheit erfreut. Die Geschichte der .22-250 beginnt in den 1930er Jahren, als verschiedene experimentierfreudige Ballistiker wie J.E. Gebby und Grosvenor Wotkyns die .250-3000 Savage-Hülse aufnahmen und auf das Kaliber .22 abhalsten, um eine Hochgeschwindigkeits-Patrone mit hervorragender Präzision zu schaffen. Wotkyns nannte seine Entwicklung zunächst ".22 Varminter". Remington erkannte das Potenzial dieser Wildcat-Patrone und nahm sie 1965 standardisiert ins Serienprogramm auf. Seitdem ist die .22-250 Rem. als leistungsstarke und präzise Mittelklassepatrone auf dem Markt etabliert.
Die .22-250 Remington ist ein klassisches Kaliber für den Einsatz auf dem Schießstand, im sportlichen Wettkampf und vor allem bei der Raubwildjagd. Aufgrund ihrer hohen Mündungsgeschwindigkeit – typischerweise 1.000 bis 1.200 m/s je nach Laborierung – und extrem gestreckten Flugbahn wird sie bevorzugt für weite Schüsse auf kleinere Zielobjekte eingesetzt. Besonders in Nordamerika und Europa nutzen Jäger die .22-250 Rem. beim Ansitz auf Fuchs, Krähen oder Murmeltiere (Marmots), aber auch für manche Anwendungen in der Schwarzwildabwehr in Jungbeständen. Die exzellente Präzision und die geringe Windanfälligkeit machen dieses Kaliber ebenfalls zu einer beliebten Wahl für Long-Range- und Benchrest-Disziplinen. Ihre relativ geringe Rückstoßenergie ermöglicht auch Einsteigern oder sensiblen Schützen ein komfortables Schießerlebnis und eine schnelle Zielerfassung.
Im jagdlichen Bereich gilt die .22-250 Remington besonders als Raubwildkaliber. Für die Bejagung von Rehwild ist das Kaliber in einigen Regionen zugelassen – die gesetzlichen Vorgaben sollten dabei stets beachtet werden. Ihr Wirkungspotenzial empfiehlt sich hauptsächlich für kleinere Wildarten wie Fuchs, Dachs und diverse Nager. Spezialisten schätzen die geringe Wildbretentwertung und die vergleichsweise leisen Schüsse. Für größere Wildarten, vor allem in europäischen Jagdrevieren, ist die .22-250 Remington allerdings meist nicht zugelassen oder wird aus tierschutzrechtlichen Gründen nicht empfohlen.
Typische Geschossgewichte der .22-250 Remington bewegen sich im Bereich von 40 bis 60 Grain. Die beliebtesten Geschossarten sind spröde Hohlspitz- (Varmint) und Teilmantelgeschosse, weil sie im Ziel zuverlässig aufpilzen und ihre Energie schnell abgeben. Für die Jagd auf Raubwild werden häufig präzise, leicht zerlegende Geschosse bevorzugt, während Wettkampfschützen auf Match-Geschosse mit höchster Fertigungsqualität setzen. Die Fähigkeit, sowohl leichte als auch etwas schwerere Geschosse erfolgreich zu verschießen, verleiht der .22-250 Rem. eine bemerkenswerte Flexibilität für verschiedene Anwendungsgebiete. Ihre Ballistik zeichnet sich durch sehr flache Flugbahnen auf mittlere und weite Entfernungen aus, was das Kaliber ideal für präzise Schüsse auf Distanz macht. Dank ihrer geringen Pulvermenge und der effektiven Verbrennung in Standardlaufmaßen bleibt der Verschleiß an Lauf und Verschluss überschaubar. All dies erklärt, warum besonders Munitionswiederlader die .22-250 Remington als vielseitige, leistungsstarke Patrone schätzen, die sich hervorragend für fein abgestimmte Handladungen anbietet.
Passende Pulver
Bullet Weight (gr) -> | 0-50 | 50-75 | 75-100 | 100-150 | 150-200 | 200-300 | >300 |
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Die folgende Tabelle gibt an, für welches Kaliber und Geschossgewicht (in Grain) das Pulver geeignet (👍) und in unserer Wiederlade-Community beliebt (👍👍) ist. Dies kann sich ändern, wenn mehr Community-Mitglieder ihre Ladungen teilen und wir mehr Berechnungen und Tests mit unserem Ballistikrechner durchführen.
.22-250 Rem. Ladedaten sind für folgende Geschosse verfügbar:
beliebteste zuerst










